Bedrückender Tag mit Happy End – Happy Birthday

Der Maifeiertag stand nochmals stark im Zeichen der schrecklichen Taten von Nazideutschland.

Bei einem Besuch im Prototypen der Konzentrationslager, im KZ Dachau, konnten sich unsere ukrainischen Besucher nochmals über die Bedingungen und die Unterbringung der politischen Gegner und der ethnischen Minderheiten in einem Arbeitslager informieren. Ebenfalls wurde auf der Führung durch die KZ Gedenkstelle die doch ganz andere Art der Inhaftierung in einem Vernichtungslager angerissen.

Die Erzählungen und Informationen unserer Historikerin, die uns im KZ  herumführte, rief bei allen Teilnehmern starke Emotionen hervor.

Auch das Durchschreiten des Lagertores, mittlerweile ein Replik des Originals, mit der ironischen Inschrift „Arbeit macht frei“ löste großes Unbehagen aus. Weiterhin sahen wir uns das Krematorium, das Gefängnis und die Baracken an. Ebenfalls Schritten wir über den endlos wirkenden Exerzierplatz. Die Eindrücke waren dermaßen erdrückend das wir das Mittagessen zum größten Teil Schweigend zu uns nahmen.

Auch durch die großartige, positive Einstellung der Teilnehmenden Jugnedlichen wich die negative Stimmung aber schon bald wieder der sonst üblichen Stimmung und man konnte nach und nach wieder vereinzelt ein Lachen vernehmen.

Der Nachmittag läutete dann die Zeit ein, in der nur noch positive Erlebnisse auf unsere ukrainischen Freunde warten sollten.

Den Auftakt machte der Besuch des neuen Schloßes Schleißheim. In den dortigen Räumen konnten prächtig verstuckte Decken,  tolle Antike Möbelstücke und eine schier endlose Anzahl an barocken Gemälden bestaunt werden. Auch das all dies im Trockenen möglich war, wurde dankend angenommen ob des regnerischen Tages.

Zum Abendessen ging es dann in ein sehr elegantes Restaurant direkt neben dem Schloßpark des Schleißheimer Schloßes.

Dort angekommen wurde zunächst Petro Burenko überrascht. Mit einer kleinen Ansprache und Erklärungen bekam unser Geburtstagskind einen Geburtstagskuchen und ein kleines Geschenk überreicht, ganz nach deutscher Tradition mit Kerze auf dem Kuchen.

Happy Birthday Petro

 

Der sichtlich gerührte Petro dankte uns mit einer Ansprache in der wir auch nochmals an die im Krieg verstorbenen gedachten. Der weitere Abend wurde durch ukrainische Gesänge begleitet und aufgelockert.

Leider wurde es auf der Rückfahrt zum Hotel nochmals emotional, denn es hieß zum ersten Mal: Zeit Abschied zu nehmen. Die Jugendleitung der Arbeiter-Samariter-Jugend München verabschiedete sich bereits von den ukrainischen Gästen, da es in den kommenden zwei Tagen leider nicht mehr möglich sein wird das die Jugendleiterin an weiteren Aktionen teilnimmt.

In der kurzen Ansprache wurden durch die Worte bei einigen sowohl Gänsehaut als auch Tränen erzeugt. Jedoch ist jeder Abschied schwer aber zugleich mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen verbunden. Und so wurden Antje und Chris kurzerhand nach Kiew eingeladen. Dieser Einladung wollen beide so bald als möglich nachkommen.

Dann ging es ans Feiern: Petro lud alle Teilnehmer zu sich auf Zimmer ein um nach ukrainischer Sitte seinen Geburtstag zu feiern. Es sei soviel dazu gesagt: man braucht dafür Essiggurken, Brot und einen selbstgebrannten Vodka mit 60 Volumenprozent…

Eine gewisse Art von Trinkfestigkeit sollte dazu auch vorhanden sein. Das können viele der deutschen Teilnehmer sofort bestätigen.

Somit fand auch dieser bedrückende Tag ein Happy End. In einem uns allen geläufigen Lied:

HAPPY BIRTHDAY PETRO

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